Zähe Partie gegen Burgdorf II endet mit Sieg

Braunschweig. Das war eine wahrlich zähe Angelegenheit! Im letzten Spiel der Hinrunde tat sich unser Drittligist gegen die TSV Burgdorf II sehr schwer, machte am Ende dann aber doch die entscheidenden Tore und gewann mit 26:21 (10:12). Schön geht allerdings anders…

Die MTV-Fans sind in dieser Saison definitiv verwöhnt worden, was die Leistung der Mudrow-Männer angeht. Bis auf die Partie gegen Tabellenführer Vinnhorst wurden alle Heimspiele gewonnen, und nicht nur das: Immer wieder zeigte der MTV begeisternden Handball.
Gestern war das allerdings anders. Da kam man als Zuschauer zeitweise aus dem Haare raufen gar nicht mehr heraus ob der vergebenen Torchancen, Fehlpässe und nicht gehaltenen Bälle. Kreisläufer Niklas Wolters fand nach der Partie deutliche Worte: „Das war heut richtig schlecht!“ Aber, wie heißt es so schön: Am Ende kackt die Ente. Zum Schlusspfiff hatte Braunschweig fünf Tore und zwei Punkte mehr als der Gegner.
Und das kam so:
Im ersten Durchgang geriet der MTV zwar nicht arg ins Hintertreffen, lief allerdings einem Rückstand meist hinterher; maximal zum gelegentlichen Ausgleich kam es. Burgdorfs Abwehr stand gut und ging dabei auffallend robust zu Werke. Braunschweig dagegen agierte im Angriff ideenlos, kam zu überschaubaren Torchancen und vergab diese reihenweise. Folgendes muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Der letzte MTV-Treffer in Halbzeit eins wurde in der 20. Minute erzielt! Das war das 10:10 durch Johannes Krause. Danach absolute Torflaute, kein einziges Tor mehr. Wie gesagt, zum Haare raufen…
Im zweiten Durchgang machte Braunschweig seine Sache dann deutlich besser, traf häufiger und ging in der 37. Minute durch Marko Karaula erstmals an diesem Abend in Führung (14:13). Der Kroate war ohnehin der erfolgreichste Werfer und sorgte für zehn Tore. Burgdorf schaffte es zwar nicht mehr, die Partie an sich zu reißen, blieb aber dran – dank der fehlenden Entschlossenheit Braunschweigs. Zum Glück fand Marek Stefanic wieder in die Spur: In den ersten 30 Minuten alles andere als großer Rückhalt, hielt der Schlussmann wieder Bälle, pushte sich und sein Team.
Am Ende der Partie wurden die Zuschauer dann doch noch versöhnt. Fünf teilweise wunderschöne Tore in den letzten vier Minuten ließen den Abend besser erscheinen als er tatsächlich war. Und dennoch bleibt, neben den zwei gewonnenen Punkten, etwas Positives: Die Mannschaft hat trotz der schwachen Leistung diese Begegnung gewinnen können. „Vor zwei Jahren hätten wir solch ein Spiel verloren. Inzwischen sind wir so stark, dass wir auch an einem schlechten Tag punkten“, so Niklas Wolters.
Und so festigt der MTV den vierten Tabellenplatz und bleibt weiter auf Kurs Klassenerhalt. Seinen Teil dazu beitragen möchte auch Lukas Friedhoff (19), frischer Neuzugang von Ligakonkurrent HSV Hannover, der gestern gleich zum Einsatz kam und einen Treffer beisteuerte. Wieder im Aufgebot war nach langer Verletzungspause Artjom Antonevitch. iri

MTV: David Suilmann, Marek Stefanic, Marko Karaula (10), Lukas Friedhoff (1), Rade Radjenovic, Niklas Mühlenbruch, Johannes Krause (1), Niklas Wolters (2), Philipp Krause (4/3), Bela Pieles (2), Lasse Giese (1), Vincent Schmidt, Jan-Bennet Kanning (2), Artjom Antonevitch.