Überragende Leistung gegen Empor Rostock

Mudrow-Männer bezwingen den Aufstiegskandidaten in der Alten Waage sensationell mit 31:30.
Bela Pieles

Braunschweig. Welch eine Leistung! Im zweiten Spiel der Aufstiegsrunde zur 2. Liga bezwangen unsere Braunschweiger den haushohen Favoriten Empor Rostock mit 31:30 (15:16). Bester Werfer war Bela Pieles mit elf Treffern.

Philipp Krause: „Wieder zu spielen war ein fantastisches Gefühl“

Der MTV-Spielmacher sieht viel Gutes, aber auch Steigerungspotenzial nach der Partie in Hildesheim. Rostock, am Samstag Gegner in der Alten Waage, schätzt er als sehr stark ein.

Braunschweig. Am vergangenen Sonntag ist unser MTV in die Aufstiegsrunde zur 2. Liga gestartet, in Hildesheim gab es eine 29:32-Niederlage. Spielmacher Philipp Krause hat ein erstes Resümee gezogen und einen Ausblick auf die kommenden Spiele gegeben.

Philipp, die erste Partie der Aufstiegsrunde ist gespielt – wie gut tat es, wieder unter Echtbedingungen auf der Platte zu stehen?

Knappe Niederlage nach sehr gutem Auftritt in Hildesheim

Beim 29:32 hält der MTV beim Favoriten gut mit. Malte Dederding zeigt mit 5 Toren eine ganz starke Leistung.
Malte_Dederding

Hildesheim. Hach, war das schön! ENDLICH wieder Handball unseres MTV. Und dann gleich ein wirklich guter Auftritt. Im ersten Spiel der Aufstiegsrunde zur 2. Liga traten die Braunschweiger bei Eintracht Hildesheim an – und verkauften sich prächtig. Mit 29:32 (14:18) unterlagen sie zwar beim Favoriten und selbsterklärten Aufstiegsaspiranten, hielten aber gut mit.
„Ich bin hoch zufrieden mit der ersten Partie. Die Jungs haben ein tolles Spiel gemacht“, war Volker Mudrow nach dem Abpfiff voll des Lobes. Ja, Hildesheim habe verdient gewonnen, so der Coach; aber Braunschweig habe es geschafft, gut mitzuspielen.
Das zeigt auch das Ergebnis wenige Minuten vor dem Abpfiff: Beim 25:27 hatte sich der MTV wieder auf zwei Tore herangekämpft. Zuvor war man nach einem Hänger etwas ins Hintertreffen geraten (22:27). Doch im Laufe des Spiels brachten unsere Löwen Hildesheim immer wieder in Bedrängnis und ließen den Favoriten nie ganz außer Reichweite kommen.
„Dass meine Mannschaft nach so langer Pause, was das Mannschaftstraining angeht, so stark spielt, verdient großen Respekt“, so Volker Mudrow weiter. Um die Gegner dieser Aufstiegsrunde schlagen zu können, müsse alles optimal laufen. Aber das enge Ergebnis zeige die Klasse der Braunschweiger.
Dabei hat Volker Mudrow auch auf junge Spieler gesetzt: So kam David Suilmann zwischen den Pfosten zum Einsatz, ebenso Malte Dederding im Rückraum – beide machten ihre Sache richtig gut, Malte Dederding war mit fünf Treffern nach Marko Karaula gar zweitbester Werfer. „Malte hat das überragend gemacht!“
Nun heißt es durchatmen und weiter trainieren, bevor es zu einer ganz harten Nuss kommt: Am Samstag kommt Empor Rostock in die Alte Waage, auch dieses Spiel ist wie schon das gegen Hildesheim auf sportdeutschland.tv zu verfolgen. iri

Volker Mudrow: „Die Vorfreude auf die Spiele ist riesig!“

Am Sonntag (17 Uhr) startet der MTV bei Eintracht Hildesheim in die Aufstiegsrunde zur 2. Liga. Alle Spiele sind live bei sportdeutschland.tv zu verfolgen.

Der Startschuss zur Aufstiegsrunde für den MTV Braunschweig fällt am Sonntag in Hildesheim. Trainer Volker Mudrow gibt zuvor eine Einschätzung zum Abschneiden seines Teams sowie einen Einblick in seine Gefühlslage.

Volker, am Sonntag geht es endlich mit der ersten Partie der Aufstiegsrunde zur 2. Liga los. Endlich wieder auf die Platte, endlich wieder unter Wettkampfbedingungen spielen – wie groß ist die Aufregung im Vorfeld, wie groß die Vorfreude?

MudrowJungs nehmen an Aufstiegsrunde zur 2. Handball Bundesliga teil

Lizenzunterlagen müssen bis zum 31. März eingereicht werden
MTV Braunschweig - 1. Herren

Seit rund einer Woche steht fest, dass es eine Aufstiegsrunde zur Teilnahme an der 2. Handball-Bundesliga geben wird und wie es die Spatzen aus den Reihen des MTV schon seit längerer Zeit von den Dächern gepfiffen haben: Auch wir nehmen an der Aufstiegsrunde teil.
Mit dem heutige Tage, hat der Deutsche Handballbund alle Teilnehmer an der Aufstiegsrunde bekannt gegeben. Über den Modus konnten allerdings noch keine Angaben gemacht werden. Dieser wird vom Vorstand des DHB in enger Absprache mit der Spielkommission der 3.Liga entwickelt. Wann es für uns also gegen welchen Gegner gehen wird, können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Wir werden aber versuchen, euch so schnell wie möglich über das weitere Vorgehen zu informieren.

Niklas Wolters: „Mir fehlen meine Teamkollegen“

Der MTV hat das Training wieder aufgenommen - allerdings in sehr abgespeckter Form
Braunschweig. Der Spielbetrieb, so die jüngste Entscheidung des DHB, ruht weiter – aufgrund der Pandemie bis mindestens Ende Februar. Doch inzwischen sind unsere Drittliga-Spieler wieder ins Training eingestiegen. Wenn auch erneut in sehr schlanker Variante.
Von Mitte Dezember bis zum 10. Januar war die Ottenroder Halle geschlossen, so dass Volker Mudrow seine Spieler nicht zum Training bitten konnte. Montag vergangener Woche konnten sie ihre Übungseinheiten wieder aufnehmen: Wie schon vor den Weihnachtsferien trainieren Niklas Wolters und Co. erneut jeweils zu Zweit. „Entweder ein Spieler plus ein Torwart ist in der Halle oder ein Spieler plus Volker als Trainer – mehr geht nicht“, erzählt der Kreisläufer. Und meint damit die Vorgaben aufgrund der Corona-Pandemie. Das Training dauert dabei eine bescheidene halbe Stunde, dann kommt der nächste an die Reihe. Unterm Strich ist jeder Akteur zwei bis drei Mal die Woche in der Halle. Vorher wird sich selbständig eine halbe Stunde aufgewärmt, nach dem Wurf- folgt ein kurzes Intervalltraining.
„Das Wahre ist das natürlich nicht“, sagt der 23-Jährige. Gerade für einen Kreisläufer wie ihn sei es schwierig, unter diesen Bedingungen zu trainieren. „Entweder der Anspieler fehlt oder der Torwart. Das ist schon sehr unglücklich.“ Andererseits sei es natürlich besser als gar nicht zu trainieren.
Was ihm ebenfalls fehlt, sind seine Teamkollegen. Normalerweise, so Niklas Wolters, sehe er diese vier bis fünf Mal die Woche. Nun sehe er den einen oder anderen nur kurz an der Halle – mit entsprechendem Abstand. „Wir schreiben zwar noch in unserem Chat, aber das ist etwas ganz anderes als sich zu sehen, gemeinsam zu trainieren, zu quatschen.“
Die Frage, ob er die Saison im März auch ohne Zuschauer fortführen würde, beantwortet der 23-Jährige mit einem eindeutigen Ja: „Auf alle Fälle. Natürlich gibt es mit 1000 Zuschauern im Nacken einen anderen Push, aber gar nicht spielen? Nein, lieber allein als gar nicht.“
Ob es im März wird weitergehen können, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Auf jeden Fall werden Niklas Wolters weiterhin trainieren, um für eine Wiederaufnahme des Spielbetriebes vorbereitet zu sein. Wenn auch in bis dato schlanker Variante…
iri
Foto by Daniel Reinelt

Kein Drittliga-Handball bis Ende Februar

Der DHB verlängert das Aussetzen des Spielbetriebs aufgrund der Pandemie erneut

Braunschweig. Es wird in Braunschweig einen weiteren Monat keinen Drittliga-Handball geben: Präsidium und Vorstand des Deutschen Handballbundes haben nun einstimmig beschlossen, den Spielbetrieb aufgrund der Corona-Pandemie bis zum 28. Februar auszusetzen. Der Ende Oktober beschlossene, ursprünglich bis zum Jahresende gefasste Beschluss wurde nun also ein weiteres Mal verlängert.
„Wir wissen nicht, was kommt“, hatte Coach Volker Mudrow noch vor dem Beschluss des DHB gesagt. Und doch mit dieser Entscheidung gerechnet; zu dynamisch sei die derzeitige Entwicklung in Sachen Corona. Wie mit der Saison 2020/21 weiter umgegangen, hängt von der Länge des Lockdowns statt.

Spielbetrieb in der 3. Liga mindestens bis Ende Januar auf Eis gelegt

Unsere Mudrow-Männer halten sich durch Training in Zweiter-Teams fit
MTV Braunschweig - 1. Herren

Braunschweig. Es war zu erwarten, dennoch schwingt Bedauern mit: Der Spielbetrieb der 3. Liga ist mindestens bis zum 31. Januar ausgesetzt. Dies hat unlängst der Deutsche Handball-Bund entschieden.
Zunächst war die coronabedingte Pause bis zum 9. Januar angesetzt, aufgrund der aktuellen Entwicklungen ist diese nun um weitere Wochen verlängert. „Das ist natürlich sehr schade, aber auch keine ganz große Überraschung“, sagt Volker Mudrow.
Der 51-Jährige bittet seine Spieler trotzdem zum Training – in ganz anderer Form als sonst üblich. Täglich von 18 bis 22 Uhr wird in der Ottenroder Halle mit maximal zwei Personen trainiert. „Entweder bin ich mit einem Spieler in der Halle oder aber ein Spieler und ein Torwart.“ Jeweils eine halbe Stunde wird trainiert, dann folgt der nächste. In der halben Stunde stehen Wurfübungen unter Belastung an, vorher wird sich vor der Halle intensiv aufgewärmt, anschließend folgt 15 bis 20 Minuten Intervalltraining.
„Das machen die Jungs sehr gut. Wir müssen sehen, dass wir fit bleiben.“ Im besten Fall kommt jeder Spieler dreimal die Woche zum Einsatz, die anderen Tage wird individuell geackert.
Dass Volker Mudrow gern mit der ganzen Mannschaft zusammenkommen würde, steht außer Frage. „Wir haben ein umfangreiches Hygiene-Konzept inklusive wöchentlicher Schnelltests erstellt und bei der Stadt zwei Mal den Antrag auf Mannschaftstraining gestellt. Bisher wurde abgelehnt.“ Einigen anderen Teams der 3. Liga wie Hildesheim, Vinnhorst und HSV Hannover wird das gemeinsame Üben erlaubt, und so hoffen auch die MTV-Verantwortlichen auf grünes Licht. Allerdings muss erst einmal ganz auf Hallentraining verzichtet werden: Vom 20. Dezember bis zu, 10. Januar bleibt die Halle zu.
„Wir werden sehen, wie es weitergeht, es hängt natürlich viel an der Gesamtlage“, sagt Volker Mudrow. Auf alle Fälle stecken sie den Kopf nicht in den Sand, sondern werden bereit sein, wenn es wieder los geht – wann auch immer das sein wird.

In den letzten Minuten den Faden verloren

Niederlage in Berlin fällt in die Kategorie unnötig

„Eigentlich kann ich euch keinen Vorwurf machen. Wir haben in der zweiten Halbzeit gut gespielt, dann haben wir leider unseren Faden verloren“ – diese Worte, die Volker Mudrow nach der Partie in der Kabine an seine Mannschaft richtete, sind sinnbildlich für den Verlauf der Endphase im Fuchsbau.
Die erste Halbzeit des Spiels unserer Löwen lässt sich recht einfach zusammenfassen. In der Abwehr fehlte die nötige Aggressivität und im Angriff sind 14 Tore Ausdruck für eine solide Offensivleistung. In der Kabine herrschte in der Halbzeitpause Unzufriedenheit und der Wille, das Spiel in der zweiten Halbzeit zu drehen. „Dafür müssen wir in der zweiten Halbzeit an den Gegenspielern dran sein“ war dann auch das Motto für die Defensive und unsere Jungs legten nach dem Pausentee los wie die Feuerwehr. Der drei-Tore-Rückstand war schnell aufgeholt, dann warf Marc Godon die Braunschweiger sogar in Führung. Gerade einmal sieben Minuten waren da in der zweiten Halbzeit vergangen. Über 20:22 und dann sogar 22:25 setzten sich unsere MudrowJungs ab. Rund fünf Minuten vor dem Ende sprach vieles für einen Auswärtssieg der Braunschweiger, doch dann riss der oben genannte Faden. In der Defensive fehlte das schnelle Verschieben und nach einer zwei Minutenstrafe gegen Niklas Wolters witterten die Jungfüchse Morgenluft. Binnen vier Minuten glichen die Gastgeber aus und es war, wie schon im Spiel gegen die HG Hamburg Barmbek, Vlatko Ranogajec, der den entscheidenden Treffer in der Hand hatte. Sein Wurf von Rechtsaußen verfehlte sein Ziel jedoch knapp und sieben Sekunden vor dem Ende war der Faden dann endgültig unkittbar gerissen: Die Gastgeber gingen in Führung.
Eigentlich stand zu diesem Zeitpunkt fest, dass das Spiel verloren ist, aber mit der Schlusssekunde hatte Marc Godon die Chance den Faden doch noch zu verknoten. Am Ende der ersten Halbzeit hatte unser Neuzugang bereits einen direkten Freiwurf verwandelt. Der 24-Jährige nahm sich erneut den Ball. „Ich wollte versuchen nach oben zu werfen, aber dafür war der Ball zu verharzt, also habe ich versucht unten zu treffen“ – leider blieb es bei dem Versuch. Der Berliner Schlussmann berührte den Ball mit dem Fuß und so strich der Ball knapp am rechten Pfosten vorbei.

MudrowJungs zu Gast bei den Füchsen Berlin

Zu Besuch im Sportforum Hohenschönhausen

Mit bisher einem Sieg aus vier Spielen stehen unsere Gastgeber auf dem 13. Tabellenplatz. Allerdings resultieren die drei Saisonniederlagen der Jungfüchse aus Spielen gegen die ersten Drei der Tabelle. Wie schon im Spiel gegen die HG Hamburg Barmbek hat die Tabelle im Moment also nur eine begrenzte Aussagekraft.
Daher erwartet unser Coach Volker Mudrow auch erneut ein schweres Spiel: „Die Füchse gehen in der Jugendarbeit einen anderen Weg als die meisten Vereine. Während wir oder andere Mannschaften, auch aus der Bundesliga, vor allem regionale Talente fördern wollen, spielt in Berlin ab der A-Jugend eine Deutschland-Auswahl, manchmal fast eine Europa-Auswahl.“
Der Großteil des Kaders der Füchse besteht dabei aus Spielern, die allesamt jung sind und eine Perspektive für den Bundesligakader haben. „Kaum ein Spieler ist älter als 21 Jahre“ verdeutlicht unser Team-Manager Christoph Kasper, den Ausbildungsanspruch der Hauptstädter. Dazu gehört auch, „dass die Füchse wiederholt für ihre exzellente Jugendarbeit ausgezeichnet worden sind“.
Für Marko Karaula ist das Spiel gegen die Füchse etwas Besonderes, da er mit dem Berliner Torhüter Ivan Eres ein Jahr gemeinsam in Kroatien gespielt hat. „Das ist für mich eine Extramotivation. Natürlich will ich gegen ihn gewinnen.“ Allerdings erwartet auch unser Rückraumspieler ein schweres Spiel, gegen die Jungfüchse. „Wir müssen als Team zusammenspielen, wie im letzten Spiel. Allerdings müssen wir darauf aufpassen weniger Fehler im Angriff zu machen. Dann wollen wir versuchen aus Berlin etwas Zählbares mitzunehmen“.
Die Personalsituation bei unseren Löwen hat sich unterdessen nicht verändert. Marek Stefanic kuriert weiterhin seinen Kreuzbandriss aus, Fabian Donner fällt mir einer Sprunggelenksverletzung aus und Artjom Antonevich wird voraussichtlich am 11. November operiert.