Die Trainingswoche vor dem Spiel war alles andere als optimal. Krankheiten, kleinere Ausfälle, kaum vollständige Einheiten – wir wussten, dass die Vorbereitung schwierig war. Trotzdem wollten wir uns davon nicht beeinflussen lassen. Als Mannschaft wollten wir zu Hause ein klares Zeichen setzen – zumal Eintracht Hildesheim vor der Partie deutlich unter uns in der Tabelle stand. Umso ernüchternder ist das 17:27 (9:16), das am Ende auf der Anzeigetafel stand.
Der Beginn war holprig, aber wir waren zunächst im Spiel. Wir glichen aus, blieben bis zum 6:7 dran und hatten nicht das Gefühl, früh den Zugriff zu verlieren. Doch schon in dieser Phase zeichnete sich ab, dass Hildesheim an diesem Tag extrem konsequent agierte. Sie nutzten ihre Chancen mit hoher Treffsicherheit und waren im 1-gegen-1 immer wieder nur schwer zu stoppen. Während wir vorne noch Lösungen suchten und uns klare Abschlüsse erarbeiten wollten, fehlte uns hinten die nötige Abstimmung. Der Zugriff im Abwehrzentrum war nicht da – und so setzte sich der Gegner bis zur Pause auf 9:16 ab.
In der Kabine war klar: Wir wollten ein anderes Gesicht zeigen. Mehr Aggressivität, mehr Kompaktheit, mehr Mut im Angriff. Doch wir schafften es nicht, das Vorhaben konstant umzusetzen. Phasenweise kämpften wir uns in einzelne Aktionen, erzielten Tore und stemmten uns gegen den Rückstand, aber defensiv bekamen wir einfach keinen Zugriff. 27 Gegentore sind zu viel – vor allem, wenn wir selbst im Angriff nicht die gewohnte Durchschlagskraft entwickeln. Hildesheim war an diesem Tag präsenter, zielstrebiger und insgesamt die bessere Mannschaft. Der Sieg geht verdient an sie.
Für uns bleibt eine große Enttäuschung – nicht nur wegen der Deutlichkeit, sondern weil wir unserem eigenen Anspruch nicht gerecht geworden sind. Jetzt haben wir eine Woche Spielpause, um ehrlich zu analysieren und an unseren Baustellen zu arbeiten. Wir müssen unser Abwehrzentrum stabilisieren, wieder mit mehr Überzeugung in die Abschlüsse gehen und als Team geschlossener auftreten. Diese Niederlage tut weh – aber sie wird uns antreiben, wieder zu unserer alten Stärke zurückzufinden.
Wir spielten mit: Charly und Cindy im Tor; Fründt (1), Lou (1), Marleen (3), Suschi (2), Anna, Henni, Helen (2), Heinz, Tabs (2), Elke, Janine (2), Hanna (3), Schulle (1)
Eure #MTVLadies
